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Neujahrsempfang 13. Januar 2012



Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

am vergangenen Freitag fand der diesjährige Neujahrsempfang der Gemeinde im Bergmannsheim statt. Den Text der Neujahrsrede von Bürgermeister Thomas Hartz wird Ihnen nachfolgend widergegeben:


Fire and Ice,

mit diesem fulminanten Musikstück hat der Verein der Musikfreunde 1904 Ensdorf e.V. den diesjährigen Neujahrsempfang der Gemeinde Ensdorf eröffnet, herzlichen Dank dem Orchester unter ihrem Dirigenten Mark Endres und ihrem Vorsitzenden Stefan Klein.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,
 
zu Beginn des neuen Jahres heiße ich Sie alle herzlich hier bei uns im Bergmannsheim willkommen. Ich freue mich, dass Sie so zahlreich der Einladung zum diesjährigen Neujahrsempfang gefolgt sind.

Ihnen allen und Ihren Familien wünsche ich von dieser Stelle aus alles Gute zum neuen Jahr, im privaten wie im beruflichen Bereich, ich wünsche Ihnen, dass sich viele Ihrer Wünsche erfüllen werden, ich wünsche Ihnen allen ein gutes Jahr 2012, vor allem Gesundheit.

Ich freue mich über das Kommen der Vertreter unserer Vereine und Institutionen, der Vertreter von Handel, Handwerk, Industrie und Gewerbe, der Hilfsorganisationen von Feuerwehr, Rotem Kreuz und THW, der kirchlichen Einrichtungen, der Parteien, der Polizei, der Verwaltung und der Presse.

Und wie es seit einigen Jahren guter Brauch ist, heiße ich auch die jungen Damen und Herren aus unserer Gemeinde willkommen, die in diesem Jahr 18 Jahre alt werden und damit in unserer Gesellschaft mit Beginn der Volljährigkeit besondere Rechte und Pflichten erhalten.

Ein herzlicher Willkommensgruß gilt auch den Damen und Herren unserer Gemeinde, die in diesem Jahr 50 Jahre alt werden.

Persönlich begrüßen darf ich heute Abend:
Frau Monika Bachmann, Ministerin für Arbeit, Familie, Soziales, Prävention und Sport,
Frau Dagmar Heib, Mitglied des Landtages,
Herrn Georg Jungmann, Staatssekretär des Ministeriums für Inneres, Kultur und Europa,
die Herren Bürgermeister Klaus Pecina und Bernd Gillo,
Herrn Stefan Rech, Kreistagsbeigeordneter des Landkreises Saarlouis,
Herrn Olaf Mathieu, Kreistagsabgeordneter,
die Beigeordneten der Gemeinde Ensdorf Manfred Altmaier und Heiner Becker sowie die Mitglieder des Gemeinderates Ensdorf,
Herrn Pastor Franz-Josef Rech,
Herrn Jacob, Polizeiinspektion Bous,
Herrn Bergwerksdirektor Friedrich Breinig, RAG,
Herrn Volker Hagelstein, Markscheider RAG,
Herrn Hans-Jürgen Becker, RAG,
Herrn Erich Morlo, energis GmbH,
Herrn Stefan Langenfeld, Leiter der Kreissparkasse in Ensdorf,
Frau Tina Groß, Leiterin der Volksbank Saar-West e.G. in Ensdorf,
Herrn Franz Oster, Leiter des Möbelhauses Möbel Martin,
Herrn Geber von der AWO,
Herrn Franz Leinenbach, Behindertenbeauftragter der Gemeinde Ensdorf,
Herrn Ulrich Meine, Naturschutzbeauftragter der Gemeinde Ensdorf,
Herrn Helmut Neis, Schiedsmann der Gemeinde Ensdorf,
Herrn Jürgen Wolfert, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Ensdorf,
Herrn Ortwin Schon vom THW,
Frau Christa Lein, Leiterin der Grundschule Ensdorf,

Meine Damen, meine Herren,
 
für mich persönlich ist dies heute Abend ein ganz besonderer Neujahrsempfang. Seit dem Jahr 1997 darf ich Sie als Bürgermeister im Namen der Gemeinde Ensdorf zu den Neujahrsempfängen begrüßen. Der heutige Neujahrsempfang, der 16. an der Zahl, ist der letzte für mich als Bürgermeister dieser Gemeinde. Neujahrsempfänge geben dem Bürgermeister die Möglichkeit zu den Gästen zu sprechen, über die Gemeinde zu berichten und seine Sicht der Dinge zum Ausdruck zu bringen. Ich habe dies immer gerne getan.

Wie Sie wissen ist unsere frühere Landrätin Monika Bachmann zur Ministerin ernannt worden. Dies hat es notwendig gemacht, dass im Landkreis Saarlouis ein neuer Landrat gewählt wird.

Führende Mitglieder meiner Partei auf Kreis- und Landesebene haben mich gebeten, als Nachfolger von Monika Bachmann als Landrat zu kandidieren. Ich sehe dies als Ehre an, macht es doch deutlich, dass meine Arbeit als Bürgermeister über die Gemeindegrenzen hinaus geschätzt und anerkannt wird und man mir die Leitung des Landkreises zutraut. Gleichzeitig ist dies für mich eine Herausforderung, neue verantwortungsvolle Aufgaben wahrzunehmen. Die Entscheidung zur Kandidatur habe ich mir nicht leicht gemacht. Ich bin seit 1996 mittlerweile Bürgermeister in Ensdorf, eine längere Zeit als meine Amtsvorgänger. Die Arbeit für unsere Gemeinde in den vergangenen 15 Jahren hat mir Freude gemacht, vieles konnte ich zusammen mit engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Gemeinderatsmitgliedern, Vereinen und Organisationen und vor allem mit Bürgerinnen und Bürgern erreichen.

Da meine mittlerweile zweite Amtszeit am 31. Juli dieses Jahres turnusgemäß endet, ebenso wie die Amtszeit der Landrätin im Herbst geendet hätte, hatte der Gemeinderat bereits vor der Sommerpause vergangenen Jahres beschlossen, die Bürgermeisterwahlen in Ensdorf und die Landratswahlen im Kreis Saarlouis zusammen zu legen. Die Bürgermeister- und Landratswahl findet nun am Sonntag in acht Tagen, dem 22. Januar, statt. Die Bündelung beider Wahlen macht Sinn, weil die Wählerinnen und Wähler somit an einem Tag Bürgermeister und Landrat wählen können. Dies bedeutet für mich, dass ich als Landratskandidat nicht gleichzeitig auch als Kandidat für die Bürgermeisterwahl zur Verfügung stehen kann. Ensdorf wird also nicht nur einen neuen Landrat sondern auch einen neuen Bürgermeister wählen.

An dieser Stelle begrüße ich recht herzlich die beiden Kandidaten um das Amt des Bürgermeisters in unserer Gemeinde, Herrn Hartwin Faust von der CDU und Herrn Udo Luxenburger von der SPD.

Meine Damen, meine Herren,

ich bin seit August 1996 Bürgermeister dieser Gemeinde, aber heute ist Neujahrsempfang der Gemeinde und heute möchte ich keinen Rückblick über meine Zeit als Bürgermsiter seit 1996 geben.

Aber, wie das bei einem Neujahrsempfang guter Brauch ist, dient dieser auch dazu, auf das vergangene Jahr zurückzublicken und einen Ausblick auf das Jahr 2012 zu wagen.

Besonders will ich hinweisen darauf, dass im vergangenen Jahr ein wichtiger Schritt für alle Bürgerinnen und Bürger von Ensdorf, für alle Industrie- und Gewerbebetriebe unserer Gemeinde getan wurde: wir haben mit Fertigstellung des neuen Feuerwehrgerätehauses eine wichtige Voraussetzung geschaffen, dass die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr unserer Gemeinde zu unserer aller Sicherheit das neue Feuerwehrhaus in Betrieb nehmen konnten. An dieser Stelle möchte ich mich nochmals herzlich bei den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Ensdorf und ihrem Wehrführer Jürgen Wolfert für die vielen ehrenamtlichen Stunden, die sie beim Bau des Feuerwehrgerätehauses geleistet haben, bedanken. Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle auch bei allen Ensdorfer Firmen, die den Bau unseres Feuerwehrgerätehauses durch Spenden finanziell unterstützt haben.

In den zurückliegenden Jahren hat die Gemeinde Ensdorf großen Wert darauf gelegt, dass unsere Grundschule gut ausgestattet ist und dass unsere Kinder gut betreut werden. Folgerichtig hat der Gemeinderat im vergangenen Jahr beschlossen, das Erfolgsmodell unserer freiwilligen Ganztagsschule weiter auszubauen. Mit Beginn des neuen Schuljahres konnten wir die Kapazität von 60 auf 80 Plätze erhöhen, das ist gut für die Kinder die dort betreut werden, das ist auch gut, damit die Eltern dieser Kinder Familie und Beruf besser in Einklang bringen können.

Bis zum Jahr 2013 werden wir in Ensdorf weitere Krippenplätze benötigen, die notwendigen Planungen laufen zur Zeit und mit der Genehmigung zum Neubau von Krippenplätzen rechnen wir in diesen Monaten. Sodann wird mit dem Bau von 40 weiteren Krippenplätzen begonnen werden, die Fertigstellung ist für das Jahr 2013 geplant.

Vor wenigen Wochen konnten wir mit dem 3. Bauabschnitt  zum Hochwasserschutz und der Umgestaltung und Umverlegung des Weiherbachs, die Ortskernsanierung im Bereich der Prälat-Anheier-Straße, des Rathausumfeldes und nunmehr des Parks und der Weiherbachstraße abschließen. Eine gelungene Maßnahme in zweierlei Hinsicht:

Zum einen bedeutet dies eine optische Aufwertung des Parkbereichs, denn der Weiherbach, der zuvor in einer Halbröhre floss, hat ein neues natürlich gestaltetes Bachbett erhalten, neue Brücken wurden errichtet, eine naturnaher Parkbereich bietet sich den Nutzern.
Mindestens genauso wichtig ist aber der zweite Aspekt, nämlich der des Hochwasserschutzes: Mit dieser Maßnahme haben wir erreicht, dass die Retentionsfläche unseres Parks enorm vergrößert wurde, gezielt kann nun bei Starkregenereignissen das Wasser sich im Parkbereich ausbreiten ohne die Weiherbachstraße zu überfluten und ohne die Häuser der Anwohner der Weiherbachstraße in Mitleidenschaft zu ziehen.

Meine sehr geehrten Damen und Herren, der Erhalt und die Schaffung von Industrie- und Gewerbeansiedlungen sind wichtig, schaffen sie doch neue Arbeitsplätze. Gut, dass auch der Weiterbetrieb unseres Kraftwerks durch die Zusammenarbeit der VSE mit Saarstahl die nächsten Jahre gesichert ist. Eine neue Gewerbeansiedlung, die erste dieser Art im Saarland,  fand auch über die Grenzen des Saarlandes hinaus Beachtung und ist somit auch ein Gewinn für unsere Gemeinde: Mit dem Globus Drive hat vor wenigen Wochen eine neue Verkaufsform in Ensdorf ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen. Sie können als Kunde über das Internet Lebensmittel bestellen und zu einem von Ihnen vorab festgelegten Zeitpunkt dort abholen, ein neues, besonderes Einkaufserlebnis, bei dem sie nicht einmal mehr ihr Auto verlassen müssen.

Innovationen, Neues, das wollen wir auch auf der Tagesanlage unseres Bergwerkes und auf der Bergehalde erreichen, wenn der Bergbau in unserer Gemeinde Geschichte sein wird. Deswegen hat die Gemeinde Ensdorf zusammen mit der RAG eine Kooperationsvereinbarung vor wenigen Wochen geschlossen, um neue Möglichkeiten zu erkunden, wie dieses Gelände weiterhin ein wertschöpfender Faktor für unsere Gemeinde und unsere gesamte Region sein wird. In den nächsten Wochen werden beide Vertragspartner einen Projektentwickler bestimmen, am Ende des Prozesses soll in einem Masterplan festgehalten werden, welche Nutzung des Geländes für alle, Gemeinde und Unternehmen, die beste Zukunftslösung darstellt. Und Sie, meine Damen und Herrn, werden in diesen Entscheidungsprozess mit eingebunden.

Dies ist auch das Ziel, das wir mit dem Gemeindeentwicklungskonzept, das wir im vergangenen Jahr in die Wege geleitet haben, erreichen wollen. Wir wollen die Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde einladen, ihre Vorstellungen einzubringen, wie sie sich ihre Gemeinde in einigen Jahren vorstellen.

Meine Damen, meine Herren,

was erwartet uns im Jahr 2012?

Als größere Maßnahme werden wir am bestehenden Kindergarten mit einem Neubau die notwendigen Krippenplätze schaffen. Wert wurde bei diesen Planungen insbesondere darauf gelegt, dass eine kostengünstige Lösung geschaffen werden konnte, bei dem die Synergieeffekte zwischen dem bestehenden Kindergarten und dem Neubau ausgenutzt werden können. Aus diesem Grunde wird die Gemeinde Ensdorf das ehemalige Schwesternhaus von der Kirchengemeinde sowie den Kindergarten erwerben. Dort, wo das bisherige Schwesternhaus steht, wird der Neubau errichtet werden. Diese Lösung ist kostengünstiger als einen zweiten Kindergarten an einer anderen Stelle zu errichten. An dieser Stelle bedanke ich mich herzlich bei Herrn Pastor Haser für die konstruktiven Vertragsverhandlungen, die zwischen Kirchen- und Zivilgemeinde einen erfolgreichen Abschluss gefunden haben.

In diesem Jahr werden auch die Planungen zum Abschluss kommen, damit der notwendige Hochwasserschutzdamm am Ende des Campingplatzes errichtet werden kann. Wie Sie bereits informiert sind gibt es ein interkommunales Hochwasserschutzkonzept zwischen der Gemeinde Schwalbach und der Gemeinde Ensdorf. Gemeinsam sind Lösungen erarbeitet worden, wie die Hochwasserproblematik im Nachbarort Hülzweiler und in Ensdorf gelöst werden kann.

Besonders spannend werden die Planungen und Überlegungen zur Folgenutzung der Tagesanlage unseres Bergewerks und der Bergehalde.

Meine Damen meine Herren,

Sie alle wissen es, der Bergbau geht in unserer Gemeinde und an der Saar zu Ende. Zum 30. Juni dieses Jahres endet eine große und bedeutende Industrieepoche im Saarland mit dem Ende des Steinkohlebergbaus. Über mehr als 250 Jahre hat der Bergbau unser Land, unsere Kultur, unsere Gesellschaft geprägt, der Bergbau war über diese Zeit von fundamentaler wirtschaftlicher Bedeutung. Die Geschichte unseres Landes, unsere Identität, ist ohne Betrachtung des Bergbaus nicht richtig einzuordnen, nicht zu verstehen.
Gerade unsere Gemeinde, die Bergbaugemeinde Ensdorf, wurde von der Grube geprägt: Über Generationen haben Männer dort Arbeit gefunden und ihre Familien ernähren können. der Bergbau war ein bedeutender Wirtschaftsfaktor innerhalb unserer Gemeinde. Nicht nur die Gewerbesteuer, die unsere Gemeinde bis vor wenigen Jahren erhalten hat, hat mit zur Wirtschaftskraft unseres Ortes beigetragen. Nicht nur die Halde, nicht nur der Förderturm sind Zeugnis des Bergbaus. Wir kommen hier im Bergmannsheim zusammen, unser Musikverein der Musikfreunde spielt in Bergmannsuniformen, der Berg- und Hüttenarbeiterverein St. Barbara ist stolzes Zeugnis dieser Bergbaukultur und ein aktiver Verein innerhalb unserer Gemeinde, der den Namen „Ensdorf“ auch über die Landesgrenzen hinaus bekannt macht.

Der Bergbau hat uns alle geprägt, wir Ensdorfer sind stolz auf das, was die Bergleute geleistet haben. Von daher sind wir diesen Menschen auch zum Dank verpflichtet.

Aber, meine Damen und Herrn, das Ende des Bergbaus bedeutet nicht, dass wir nur noch in Erinnerungen uns an eine große Geschichte, eine große Industriegeschichte erinnern wollen. nein, wir alle sind aufgefordert, dafür zu sorgen, dass die Wertschöpfung, die seitens des Bergbaus für unsere Gemeinde und unsere Region ausgegangen ist, weiter vom Grubengelände ausgeht. Wir müssen die Tagesanlage zukünftig dazu nutzen, dass von dort Innovationen ausgehen, dass dort Arbeitsplätze entstehen, die wie der Bergbau, wenn auch in veränderter Form, unsere Region und unsere Gemeinde prägen werden. Welche Möglichkeiten sich dort ergeben, dazu werden wir gemeinsam mit der RAG Ideen entwickeln, ich hab es vorhin angesprochen. Förderturm, Maschinenhaus und Verwaltungsgebäude sind denkmalgeschützt, sie werden innerhalb des Ensembles erhalten bleiben. Und wir wissen auch heute schon, dass dort Menschen arbeiten werden: die gesamte Verwaltung der RAG und der RAG Immobilien GmbH wird am Standort Ensdorf zukünftig zusammengefasst und damit werden dort 300 Arbeitsplätze erhalten. Und ich bin mir sicher, dass durch den Masterplan gute Ideen dafür entwickelt werden, wie es dort weitergehen kann. Mit der HTW habe ich bereits Gespräche geführt, das Institut für effiziente Bauwerke wird mit in die Planungen eingebunden. Und so gehe ich optimistisch in die Zukunft, dass in diesem Bereich vieles Neue verwirklicht werden kann, dass diese Tagesanlage Zukunft haben wird.

Und Zukunft wird auch, da bin ich mir sicher, unsere Bergehalde haben. Sie ist bereits teilweise touristisch nutzbar, sie soll zukünftig in ihrer Gänze touristisch nutzbar sein.

Und als Bürgermeister von Ensdorf freue ich mich ganz besonders, dass unsere Gemeinde auf der Bergehalde eine Landmarke erhalten wird: Das Saarpolygon. Das Saarpolygon wird ein Zeichen für den Aufbruch in die Nachbergbauära sein und somit das große Potential der Menschen und der Region über die Grenzen hinweg ausstrahlen.

Der Förderverein zur Wahrung des Erbes des Bergbaus und der Bergleute an der Saar e.V. hat sich bereits in den vergangenen Monaten intensiv um Sponsoren bemüht. Mittlerweile sind die Planungen soweit abgeschlossen, dass die Genehmigungsplanung erfolgen kann, noch in diesem Jahr wird mit dem Bau begonnen. Ich freue mich auf die Fertigstellung, es wird ein weit sichtbares Zeichen für unsere Region werden, das in der Gemeinde Ensdorf auf der Halde errichtet wird.

Sehr geehrter Herr Bergwerksdirektor Breinig, sehr geehrter Herr Becker, ich sage Ihnen beiden ein herzliches Dankeschön für Ihren Einsatz für dieses Bergwerk, für Ihren Einsatz zur Folgenutzung der Tagesanlage, für Ihren Einsatz für das Saarpolygon.
Herzlichen Dank für die jahrelange konstruktive Zusammenarbeit zwischen unserer Grube und der Gemeinde Ensdorf, Glück auf!

Meine Damen meine Herren,

genießen Sie einige Eindrücke unserer Bergehalde, den Ausblick von der Halde, Eindrücke von der Tagesanlage und dem neuen Saarpolygon, das alles begleitet von unserem Musikverein mit dem Steigerlied.


Herzlichen Dank unserem Musikverein, ich bin mir sicher, dass wir dieses Lied in Ensdorf weiterhin hören werden, dass wir bei diesem Lied in Ensdorf weiterhin mitsingen werden.

Meine Damen und Herren, was erwartet uns in Ensdorf, ich selbst, ich habe Visionen für unsere Gemeinde. Erich Fromm hat einmal gesagt:

wenn das Leben keine Visionen hat, nach denen man sich sehnt, die man verwirklichen möchte, dann gibt es auch kein Motiv, sich anzustrengen.

Ich will mich weiter anstrengen, und deswegen habe ich die Vision für Ensdorf, für meine Gemeinde,

dass wir weiterhin eine Vielzahl von Vereinen haben, sporttreibende Vereine, kulturtreibende Vereine, in denen man seinen Hobbies und Neigungen nachgehen kann, in denen viele sich ehrenamtlich betätigen werden.

Ich habe die Vision, dass sich die kommunalen Finanzen verbessern werden, wir können und wir müssen uns anstrengen, dass diese Vision, ich erinnere an das Zitat von Erich Fromm, verwirklicht wird.

Und ich habe die Vision, dass es ein gutes Miteinander der politisch Verantwortlichen gibt, ein gutes Miteinander der Menschen.

Ich habe die Vision, dass unsere Gemeinde wie heute lebens- und liebenswert bleibt, strengen wir uns alle an, dass uns dies gelingt.

Und dieser Wunsch, meine Damen und Herrn, den habe ich nicht nur als Bürgermeister, sondern auch als Bürger dieser Gemeinde.

Und deswegen wünsche ich mir und uns, dass die Gemeinde Ensdorf am Sonntag in acht Tagen einen Bürgermeister wählt, der in der Lage ist, die vielen interessanten Herausforderungen, die sich stellen werden, für Ensdorf zu meistern.

Und so wünsche ich uns allen, meine Damen und Herren, alles Gute für das Jahr 2012 und ein herzliches Glück auf!

Und nun freue ich mich einen Mann aus Ensdorf im Namen der Gemeinde Ensdorf und persönlich danke sagen und ehren zu dürfen:

Johannes Schmitz

Herr Johannes Schmitz kam am 01.01.1962 als Küster, Organist und Chorleiter nach Ensdorf und übernahm von seinem Schwiegervater Friedrich Zimmer die Stelle als Küster und Organist in der Katholischen Kirchengemeinde „St. Marien“ Ensdorf. Er gründete unter Kaplan Kuhn die erste „Kirchenband“ und übernahm nach Alfred Schön die Schola und den daraus entstandenen Kinderchor Ensdorf. Herrn Schmitz gelang es in dieser Zeit, Nachwuchskräfte für das Spektrum Chormusik zu gewinnen und den vielen jungen Leuten den Chorgesang näher zu bringen. Außerdem leitete er 42 Jahre den Kirchenchor „St. Marien“ Ensdorf und unterstützte zudem tatkräftig die Ensdorfer Gesangsvereine „Concordia“ und „Heiterkeit“. All diese Aufgaben übte Herr Schmitz mit besonderem Fleiß und Engagement aus. Darüber hinaus war Johannes Schmitz über Jahrzehnte Ansprechpartner der Messdiener.

Der Minister für Bildung, Kultur und Wissenschaft, Herr Henner Wittling, würdigte bereits am 23. September 1999 die ehrenamtlichen Leistungen von Herrn Johannes Schmitz, in dem er ihm die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreichte.