Trotz des zunehmenden Landschaftsverbrauchs ist die Gemeinde Ensdorf eine "grüne Gemeinde" mit zahlreichen Grünanlagen, Spielplätzen und Erholungsräumen. Markante Grünflächen wie das Naturschutzgebiet Nonnenwies, die Bergehalde, der Park, der Saar-Altarm und der Rosselwald prägen das Erscheinungsbild unserer liebenswerten Gemeinde.
Renaturierung des Weiherbachtales hinter dem Rathaus abgeschlossen
Von Mai bis Anfang Dezember 2011wurde ein etwa 200 Meter langer Abschnitt des Weiherbaches im Ensdorfer Park renaturiert. Der Bereich liegt zwischen dem Rathaus und der Einmündung der Parkstraße in die Weiherbachstraße. Das von der Umgestaltung betroffene Gelände ist etwa 3.200 m² groß.
Der aus Hülzweiler kommende Weiherbach (dort Lochbach) hat oberhalb der Parkstraße einen relativ naturnahen Verlauf. Um den Bau des Rathauses in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts zu ermöglichen, wurde der Bachlauf verlegt. Seit dieser Zeit floss das Gewässer längs der Weiherbachstraße geradlinig und stark eingetieft. Die steilen Böschungen, der lückige Bewuchs und die oberhalb verbaute Leitplanke ergänzten den naturfernen und unbefriedigenden Gesamteindruck.
Durch die Renaturierungsmaßnahme wurde der Weiherbach aus seinem geradlinigen Bachbett wieder in einen natürlichen, geschwungenen Verlauf inmitten der Parkanlage zurück verlegt. Durch eine Vertiefung des gesamten Geländes sowie das Aufschütten eines kleinen Erdwalls im Bereich der früheren Leitplanke entstand eine große Rückhaltefläche für die bei Starkregen ankommenden Wassermassen. Durch den Wall wurde zusätzlich eine räumliche Trennung zwischen Weiherbachstraße und Park geschaffen, die auch der Verkehrssicherheit dient. Die beiden kleinen Betonbrücken über den Weiherbach wurden abgerissen, zwei neue Fußgängerüberwege sind entstanden.
Die Renaturierung der Fläche wurde gestalterisch so umgesetzt, dass sowohl die Aufenthaltsqualität in diesem Parkbereich aufgewertet, als auch dem Hochwasserschutz Rechnung getragen wird. Durch den mäandrierenden Verlauf des neuen Bachbettes entstanden Prall- und Gleithänge, die unterschiedlich befestigt wurden. Die Prallhänge sind als Uferbereiche mit Sitzblöcken und Findlingen, die Gleithänge als "grüne Ufer" mit standortgerechtem Bewuchs (Weiden, Erlen) gestaltet. Findlinge, die als Überquerungshilfe im Bachbett dienen, reduzieren ebenfalls die Fließgeschwindigkeit des Wassers. Der kleine Wall zwischen Weiherbachstraße und Park wurden mit Sträuchern (Hartriegel) und verschiedenen bodendeckenden Rosensorten bepflanzt.