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Biomassezentrum des EVS wird nicht in Ensdorf gebaut

Nach mehrerer und jahrelangen Verhandlungen sind VSE und EVS übereingekommen, dass das Biomassezentrum nicht auf dem Gelände des Kraftwerkes Ensdorf gebaut wird.

„Anders als ursprünglich von beiden Seiten angenommen, kann die VSE dem EVS das angebotene Grundstück nicht in einem für das Projekt notwendigen Zeitrahmen und nur zu Kosten zur Verfügung stellen, die gegenüber dem Gebührenzahler nicht vertretbar sind.“

Der inzwischen eingetretene Zeitverlust beträgt bereits fast ein Jahr, das allerdings dazu genutzt wurde, eine neue Anlagenkonzeption zu erarbeiten. Diese neue Konzeption zeichnet sich durch einen deutlich geringeren Platzbedarf aus. Statt bisher 5 ha werden nur 3,5 ha benötigt.

Der EVS wird jetzt einen neuen Standort suchen, der dieser neuen Anlagenkonzeption gerecht wird und nach den Sommerferien vom Aufsichtsrat beschlossen werden soll.

Die Pläne für den Bau des Biomassezentrums liegen vor und könnten sofort an dem neuen Standort umgesetzt werden.

Ob das Datum 2021, in dem das Biomassezentrum in den Echtbetrieb gehen soll, eingehalten werden kann, ist allerdings noch fraglich.

Die VSE sieht nach wie vor im Kraftwerksgelände hervorragende Voraussetzungen für die Erprobung neuer Technologien für ein nachhaltigeres Energiesystem. So habe das mit rund 400 Mio. € dotierte Forschungsprogramm Kopernikus des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) das Potenzial dieses Standortes längst erkannt. 

VSE Vorstand Dr. Gabriel Clemens glaubt an die Innovationskraft des Standortes. „Das Reallabor Ensdorf zeigt, dass die Strukturveränderung am Kohlestandort eine Chance sein kann für innovative Zukunftsprojekte und damit auch für die wirtschaftliche Entwicklung des Saarlandes“.