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Dank und Anerkennung während des Neujahrsempfanges 2017

Beim traditionellen Neujahrsempfang der Gemeinde Ensdorf am Samstag, dem 06. Januar, zeichnete Bürgermeister Hartwin Faust Bürger/innen aus unserer Gemeinde aus, die sich durch besondere Einsätze bzw. Leistungen, aber auch durch ehrenamtliches Engagement in unserer Gemeinde verdient gemacht haben.


Als erstes bedankte er sich bei Herrn David Wendel für seinen erfolgreichen Rettungseinsatz im Ensdorfer Freibad.
Der Text der Laudatio wird Ihnen nachfolgend wiedergegeben:
Es sind dramatische Szenen, die sich am Nachmittag des 25. Juli vergangenen Jahres in unserem Freibad abgespielt haben. Herr David Wendel, der seit Juli 2013 als Fachangestellter für Bäderbetriebe in unserem Freibad beschäftigt ist, sah bei seinem Freibadrundgang den leblosen Körper eines syrischen Kindes am Beckenboden. Er sprang sofort zu dem 13-Jährigen, zog ihn aus dem Wasser und begann mit der Reanimation des Jungen. Eine Badbesucherin, die sich zufällig in der Nähe aufhielt, handelte ebenfalls geistesgegenwärtig, indem sie währenddessen das Unfallopfer beatmete. Die beiden weiteren Mitarbeiter des Freibades Christoph Leinenbach und Jörg Osbild riefen sofort den Notarzt und wiesen kurze Zeit darauf das ankommende Rettungsfahrzeug zu dem Jungen ein. Die Rettungskräfte brachten das Flüchtlingskind, welches inzwischen bei Bewusstsein war, anschließend zur ärztlichen Weiterversorgung ins Krankenhaus.
Dass der Junge heute wieder wohlauf ist und keinerlei Folgeschäden davon getragen hat, ist in erster Linie dem Ersthelfer David Wendel zu verdanken, der auf das Kind aufmerksam wurde und es erfolgreich wiederbelebte.
Ein tragischer Unfall mit glücklichem Ausgang. David, du hast deinen Job richtig gut gemacht. Für diesen erfolgreichen Rettungseinsatz möchte ich mich bei dir sehr herzlich bedanken und dir Lob und Anerkennung aussprechen.

Ebenso ehrte er Frau Martina Schumacher für ihre besonderen sportlichen Erfolge:
Fortfahren möchte ich mit einer erfolgreichen Sportlerin, genauer gesagt Läuferin. Es handelt sich um Martina Schumacher. Seit ihrer Kindheit ist sie schon gerne gelaufen und trieb in ihrer Jugend drei Jahre lang Leistungssport. Anschließend musste sie leider verletzungsbedingt pausieren. Neben Familie und Beruf widmete sie sich aber später wieder ihrem Hobby, dem Laufsport und trainiert seit dem Jahre 2014 verstärkt beim Leichtathletik-Club Rehlingen.
Da sie im Juli vergangenen Jahres bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften in Leinefelde Worbis (Thüringen) beim 1.500 Meterlauf den Meistertitel sowie den Vizemeistertitel bei der 5.000 Meterstrecke in ihrer Altersklasse gewann und auch zahlreiche saarlandweite Läufe, unter anderem auch Crossläufe, sehr erfolgreich absolvierte, entschloss sie sich, bei den Senioren-Weltmeisterschaften 2016 in Perth (Australien) teilzunehmen. Dabei brachte sie Anfang November drei für sie selbst überraschende und hervorragende Ergebnisse mit nach Hause. So errang sie beim 5.000-Meterlauf der Altersklasse W40 am 28. Oktober überraschend die Silbermedaille. Die Athletin lief im Reigen der Weltbesten die Strecke in 18:11,62 Minuten und holte damit die erste WM-Medaille für das Saarland. Nur drei Tage danach gewann sie beim 10.000-Meterlauf in Perth ebenfalls die Silbermedaille und dies in der neuen persönlichen Bestzeit von 38:05,37 Minuten. Aber damit nicht genug. Auch in ihrem dritten Wettkampf eroberte die Leichtathletin bei den Senioren-Weltmeisterschaften eine Medaille. Sie lief sich in ihrer Altersklasse bei der 1.500 Meterstrecke mit 4:51,12 Minuten auf den Bronzeplatz – und das bei 36 Grad Celsius Hitze.
Für ihre außergewöhnlichen sportlichen Erfolge möchte ich Frau Schumacher auszeichnen und ihr –auch für die Zukunft- meine herzlichsten Glückwünsche aussprechen.


Schließlich würdigte Bürgermeister Faust das ehrenamtliche Engagement der „Haldenflieger Ensdorf“, indem er stellvertretend für sie alle Herr Reimund Luxenburger ehrte:
Zum Abschluss möchte ich Sie über das vorbildliche Handeln unserer Ensdorfer Haldenfliegern informieren. Seit dem Jahre 2004 ist der Startplatz auf dem Hochplateau der Ensdorfer Bergehalde und der Landeplatz schräg gegenüber der Großsporthalle für die Gleitschirmflieger des Vereins der Gleitschirmfreunde Hochwald beim Deutschen Hängegleiterverband zugelassen. Seitdem kreisen die Fliegerkollegen regelmäßig mit ihren Schirmen durch die Lüfte. Leider sehen sie während ihrer Flüge stets eine Menge Unrat auf dem Haldengelände, den die Besucher achtlos zurückgelassen haben. Eigeninitiativ führen 15-20 Fliegerkollegen der „Haldenflieger Ensdorf“ daher nun schon seit ca. 10 Jahren 3-4 Mal jährlich eine ehrenamtliche Müllentsorgungsaktion auf unserer Bergehalde durch. Dabei sammeln sie immer wieder große Mengen an Abfall ein, geben sie in Müllsäcke um diese anschließend von der Gemeinde Ensdorf ordnungsgemäß entsorgen zu lassen.
Den gedankenlos weggeworfenen Müll anderer Leute aufzulesen ist sicherlich keine sehr angenehme Aufgabe. Die Haldenflieger setzen damit ein Zeichen gegen die Verschmutzung unserer Bergehalde und wirken zudem der Gefährdung von Mensch, Tier und Natur entgegen. Eine Aktion, die, wie ich finde, ein Dankeschön verdient.
Stellvertretend für alle Helferinnen und Helfer der „Haldenflieger Ensdorf“ möchte ich mich daher bei Herrn Reimund Luxenburger für ihr tatkräftiges ehrenamtliches Engagement sehr herzlich bedanken.

Außerdem verlieh Kreisbrandinspekteur Bernd Paul während des Neujahrsempfanges Oberbrandmeister Jörg Kneip das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze vom Deutschen Feuerwehrverband. Er wurde damit für seine außergewöhnlichen Leistungen im Bereich des Brandschutzes ausgezeichnet. Herr Kneip trat im Jahre 1978 in die Jugendfeuerwehr Ensdorf ein und wurde 3 Jahre später in die aktive Wehr übernommen. Nach Abschluss der Grundausbildung sowie der Truppmann- und Truppführerausbildung nahm er an verschiedenen Laufbahn- und Fortbildungslehrgängen der Feuerwehrschule des Saarlandes teil. Von 1993 bis 2001 war er als Gerätewart eingesetzt. Seit 2000 ist er stellvertretender Wehrführer der Feuerwehr Ensdorf. 2012 gründete er die Höhenrettungsgruppe der Feuerwehr Ensdorf und übernahm die Leitung und Ausbildung der inzwischen zwanzig Mitglieder. Die Höhenrettungsgruppe wird bei Bedarf kreisweit bzw. kreisübergreifend eingesetzt. Zusätzlich engagiert sich Jörg Kneip in der 2014 neu gegründeten Führungsunterstützungsgruppe der Feuerwehren des Landkreises Saarlouis. Hier ist er Leiter eines Teilbereichs und stellvertretender Leiter der gesamten Gruppe. Er trägt auch maßgeblich an der Aus- und Weiterbildung der Führungsunterstützungsgruppe bei.