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Förderverein "Ehrensache"



Seit Mai 2011 bietet die Ensdorferin Petra Jenal mit dem Verein „Ehrensache“ auf dem Gelände der Reitanlage Gerensrech in Altforweiler Reit-Therapien insbesondere für kranke und behinderte Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene an.
Als die passionierte Reiterin damals von der Reittherapie erfuhr, kam ihr der Gedanke, mit weiteren ehrenamtlichen Helfern diese Form des therapeutischen Reitens bekannter zu machen und selbst jungen Menschen mit physischen und psychischen Einschränkungen Therapie-Einheiten anzubieten. Sie warb um Spenden und gründete im April 2010 den Verein „Ehrensache“. Schließlich gelang es ihr, mit Hilfe von Sponsoren und Förderern Pferde zu kaufen und auszubilden und das notwendige Ausrüstungsmaterial für Reiter und Pferd sowie Sonderanschaffungen, wie z. B. einen Hebelift, der das Aufsteigen aufs Pferd erleichtert, zu finanzieren. Die Therapienachfrage war so groß, dass schließlich auch eine eigene Therapiehalle nötig war, welche –dank weiterer Spenden- im Juli 2014 nach nur 7-monatiger Bauzeit eingeweiht wurde.
Inzwischen besitzt der Verein acht eigene Therapiepferde. Sechs ausgebildete Therapeuten und Pferdeführer/innen kümmern sich im vereinseigenen Therapiezentrum jeden Tag um die jungen Menschen – inzwischen sind es rund 100 an der Zahl!
In den vergangenen Jahren hat sich auf der –übrigens außerordentlich sauber geführten Reitanlage- viel getan: Ein Equipmenthaus wurde vor 4 Jahren gebaut, in dem -ordentlich aufgereiht- die Halfter hängen und die Sättel sowie weitere Utensilien aufbewahrt werden. Ein Container erleichtert die Aufbewahrung von Decken sowie Zusatzfutter für die Tiere. Zudem konnte ein Aufenthaltsfässchen mit Sitzgruppe finanziert werden, in dem sich die Eltern bei schlechter Witterung bis zum Therapieende ihrer Kinder gerne aufhalten. Eine große Bereicherung des Therapiezentrums ist eine Wellnessbox, in der Meeresklima erzeugt wird. Diese Sole-Sauerstoff-Inhalationsbox wurde im April dieses Jahres angeschafft und lindert die Beschwerden bei Menschen wie Tieren, welche Atemwegserkrankungen haben.
Natürlich sorgen die Vereinsmitglieder für den nötigen Auslauf der Tiere. Jeden Morgen werden die Pferde gegen 6 Uhr je nach Jahreszeit auf die Sommer- bzw. Winterkoppel geführt und nachmittags wieder in ihren Stall gebracht. Damit der Boden nicht überdüngt wird, werden mit Hilfe eines Quads mit Anhänger täglich die Pferdeäpfel auf den Koppeln eingesammelt. Als Futterergänzung steht für die Pferde eine Kräuterbar mit Petersilie, Salbei, Melisse und Thymian bereit.
„Ich behandele unsere Tiere wie rohe Eier, weil sie so einen tollen Job leisten. Auf der Koppel laufen die Pferde ausgelassen umher, aber während der Therapie sind sie dafür umso disziplinierter“ so Petra Jenal stolz. Jede Woche arbeitet eine Pferdetrainerin mit den Therapiepferden.

Bei dieser besonderen Form der Reittherapie übertragen die Pferde ihre Bewegungen auf das Nervensystem der Patienten. So lösen sich unter anderem Spastiken, die Muskulatur wird gestärkt und die Koordination gefördert. Außerdem schenkt die Therapie den Kindern und Jugendlichen Selbstbewusstsein und neuen Lebensmut. „Die Kinder und Jugendlichen kommen sehr gerne zu uns. Die zahlreichen großen wie auch kleinen Erfolge und das Lächeln der Kinder entschädigt für alle Arbeit“ so Petra Jenal.
Wer sich für die Arbeit der Fördervereins „Ehrensache“ interessiert ist herzlich zu einem Besuch auf der Reitanlage eingeladen.

Fotos: Gabi Schumacher/Gemeinde