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Gemeinde Ensdorf geht umweltschonende Wege bei der Rattenbekämpfung in Kanälen


Alle Städte, Kommunen und Betreiber von abwassertechnischen Anlagen sind gesetzlich zur Rattenbekämpfung verpflichtet, da Ratten für den Menschen gefährliche Krankheiten übertragen. Die Rattenbekämpfung hat das Ziel, das Vorkommen von freilebenden Ratten im Umfeld menschlicher Siedlungen zu verhindern oder zumindest klein zu halten, um Seuchengefahr, Vernichtung von Lebensmitteln sowie Schäden und Verschmutzungen durch die Tiere zu minimieren.
Seit fünf Jahren führt die Gemeinde Ensdorf die Rattenbekämpfung in den Kanälen in Eigenregie durch. Bauhofmitarbeiter Frank Dörrenbächer, der die hierfür erforderlichen Sachkundezertifikate nachweisen kann, bekämpft die Ratten in unserer Gemeinde zweimal jährlich, im Frühjahr und im Herbst. Bei Bedarf und gemeldetem Befall (beim Ordnungsamt, Frau Schmitt, Tel.: 504-130) auch zusätzlich an den gemeldeten Stellen.
Seit neuestem verwendet die Gemeinde Ensdorf mit der Anschaffung von fünf „ToxProtect“ Köderschutzboxen bei der Rattenbekämpfung eine umweltschonende Technik. Der Vorteil dieser Boxen besteht darin, dass die eingesetzten Giftköder nicht mehr mit dem Regen- und Abwasser in Berührung kommen und es somit ausgeschlossen ist, dass der Giftstoff in die Umwelt gelangt. Der Fraßköder wird nämlich durch eine Rückstauklappe gegen eindringendes Wasser geschützt. Steigt der Wasserpegel im Kanal oder an einem anderen Standort, wie beispielsweise in Flussnähe, schließt sich die Klappe der Box und dichtet diese ab. Sobald der Wasserspiegel zurückgegangen ist, öffnet sich der Eingang zur Box wieder, so dass der Köder für die Ratten wieder erreichbar ist. Somit kann kein Rattengift mehr ins Abwasser dringen. Da der Giftköder trocken bleibt und nicht mehr schimmelt, ist er auch attraktiver für die Ratten. Ein weiterer Vorteil bei dieser Methode ist, dass deutlich weniger Giftstoffe benötigt werden. Die Gemeinde Ensdorf ist im Landkreis Saarlouis eine der wenigen Gemeinden, die bereits auf diese umweltschonende Technik umgestellt hat. Mit dieser intelligenten Schutztechnologie erfüllt sie die neuesten gesetzlichen Vorgaben des Bundesumweltamtes für die Verwendung von Giftstoffködern bei der Rattenbekämpfung.
Um den Rattenbefall vorzubeugen, bittet die Gemeindeverwaltung die Bürgerinnen und Bürger folgende Grundregeln zu beachten:
•    Keine Abfälle über die Toilette oder den Ausguss entsorgen – sie tragen zur Vermehrung von Ratten in der Kanalisation bei
•    Komposter nur mit Bioabfällen (keine Fleischabfälle!) befüllen und rattensicher geschlossen aufstellen
•    Mülltonnen und gelbe Säcke geschlossen und an einem für Ratten unzugänglichen Ort aufbewahren.