Gemeinde Ensdorf - Newsdetail

Interkommunale Zusammenarbeit: Ensdorf, Saarlouis und Wallerfangen starten gemeinsame Verkehrsüberwachung

Im Dezember 2018 haben die Gemeinderäte von Ensdorf und Wallerfangen sowie der Stadtrat von Saarlouis beschlossen, dass die Verwaltungen zukünftig bei der Überwachung des fließenden Verkehrs zusammenarbeiten. Ein entsprechender öffentlich-rechtlicher Vertrag wurde jetzt im Empfangssaal des Saarlouiser Rathauses unterzeichnet. Ab 1. Februar werden unter Koordination der Kreisstadt Saarlouis Personal, Ausstattung und Tätigkeiten gebündelt gegen Raser eingesetzt.

Rücksichtsloses, zu schnelles Fahren und die damit verbundene Gefährdung für Leib und Leben der Bürgerinnen und Bürger, dies mit häufigeren und regelmäßigeren Kontrollen zu unterbinden ist das Ziel der drei Partner-Kommunen. „Eine gute Sache“ nannten Bürgermeisterin Marion Jost (Saarlouis), Bürgermeister Hartwin Faust (Ensdorf) und Bürgermeister Günter Zahn (Wallerfangen) die Kooperation, der sich „gerne jederzeit auch weitere Städte und Gemeinden anschließen können“. Sie stellten die Eckdaten der Vereinbarung gemeinsam mit den Leitern der jeweiligen Ortspolizeibehörden vor:

„Unsere Zusammenarbeit bringt eine Menge Synergie-Effekte, durch die wir  unsere Ressourcen deutlich besser nutzen können. Es geht ausdrücklich nicht ums Geldverdienen, sondern um die Sicherheit von Menschen. Viele Bitten nach mehr Überwachung des Verkehrs wird tatsächlich aus der Bürgerschaft an uns herangetragen“, sagte Bürgermeisterin Jost und verdeutlichte anschließend den städtischen Part: „Die örtlichen Zuständigkeiten von Ensdorf und Wallerfangen in Sachen Verkehrsüberwachung wurden per Ministerium auf die Stadt Saarlouis übertragen. Wir stellen auf Anforderung der beiden Gemeinden drei unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kurzfristig zur Verfügung. Diese werden dann 8 Wochenstunden in Ensdorf und 10 Wochenstunden in Wallerfangen zum Einsatz kommen“, erklärte Marion Jost. Zu den bereits vorhandenen technischen Geräten wird zusätzlich gemeinsam eine semistationäre Blitzanlage angemietet, die über eine Tonne wiegt und per Anhänger an seinen Standort gebracht wird. Dort kann dann ohne personellen Einsatz 24 Stunden am Stück geblitzt werden. Die Disposition des Fahrzeuges und Versendung der Bescheide erfolgt in Saarlouis, die Datenauswertung liegt in den Händen der Gemeinde Ensdorf. Abgerechnet wird zum Jahresende nach Fallpauschalen.

Bürgermeister Hartwin Faust aus Ensdorf freute sich, „dass diese Zusammenarbeit nun endlich auf den Weg gebracht wird“. Er verspräche sich „mehr Effizienz bei der Überwachung, gerade auch durch die erhebliche wöchentlichen Stundenanzahl. Nun ist es uns unter anderem auch möglich, abends und am Wochenende zu blitzen“. Er bedankte sich auch im Namen seiner Amtskollegen bei den Mitarbeitern der Ortspolizeibehörden, die diesen Vertrag vorbereitet haben und umsetzen werden. „Ohne sie hätten wir das nicht geschafft“, sagte Faust anerkennend in Richtung der Amtsleiter Regine Collet, Jürgen Theobald und Bärbel Schmitt.

Günter Zahn aus Wallerfangen erwartet sich eine Verbesserung der Verkehrssituation in seiner Gemeinde. Auf dem Saargau wird bekanntlich gerne und viel Gas gegeben. Da bei der Gemeinde Wallerfangen nur eine Person zur Überwachung des Verkehrs zur Verfügung steht, sind die neuen Voraussetzungen „ideal für uns“, so Zahn. Im Laufe des Jahres soll in Wallerfangen noch eine Leersäule angeschafft werden, die dann im Tausch mit den Kameras der stationären Blitzer in Saarlouis und Ensdorf bestückt werden kann.  





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