Gemeinde Ensdorf - Newsdetail

Regenrückhaltebecken oberhalb des Campingplatzes fertiggestellt

Aufgrund der Starkregenereignisse in den Jahren 2006 und 2008 wurde damals -durch die Wassermassen des Lochbaches aus Schwalbach kommend- das Ensdorfer Freibad überflutet und Zelte auf dem dort angrenzenden Campingplatz unterspült. Des Weiteren liefen Keller der Anwesen in der Weiherbachstraße entlang des Parks voller Wasser. Die Gemeinde Ensdorf suchte daraufhin nach Schutzmaßnahmen und gab mit der Gemeinde Schwalbach ein gemeinsames Hochwasserschutzkonzept in Auftrag.

Mit dem Bau eines Regenrückhaltebeckens am Rathausumfeld im Jahre 2011 wurde die erste Maßnahme dieses Konzeptes realisiert und damit der Park samt Weiherbachstraße hochwassertauglich gemacht. Im September letzten Jahres erfolgte als zweite Maßnahme der Baubeginn des Regenrückhaltebeckens oberhalb des Campingplatzes. Nach 10-monatiger Bauzeit wurde dieses Becken am vergangenen Freitag von Umweltminister Reinhold Jost und Bürgermeister Hartwin Faust in Anwesenheit des Ersten Beigeordneten Manfred Altmaier, weiterer Mitglieder des Ensdorfer Gemeinderates sowie Mitarbeitern der bauausführenden Firmen und weiterer Gäste offiziell in Betrieb genommen.

„Mit diesem zweiten Regenrückhaltebecken können wir schon vor dem Bereich Campingplatz und Schwimmbad den Abfluss des Weiherbaches kontrollieren und sind so gegen erneuten Starkregen gut gewappnet“ so Bürgermeister Hartwin Faust. Er erklärte, dass bei dem Becken ein Stauraum von rund 35.000 m³ Wasser geschaffen wurde. Im Verlauf des Lochbaches befände sich der bis zu vier Meter hohe Damm, der in der Mitte der Dammkrone mit einem Notüberlauf ausgestattet sei. Überlaufendes Wasser würde dem dahinterliegenden Bachlauf gleichmäßig und gezielt zugeführt. Das innerhalb des Dammes eingebaute Stahlbetonbauwerk sei mit einem Absperrschieber versehen worden, mit dem der Hochwasserabfluss nur in der Menge abgeleitet wird, die für die Ortslage unschädlich ist. Bürgermeister Hartwin Faust bedankte sich bei Umweltminister Reinhold Jost für die finanzielle Unterstützung dieser Maßnahme.

Minister Jost vom Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz wies daraufhin, dass aufgrund des Klimawandels die Starkregenereignisse in den nächsten Jahren zunehmen würden und aus diesem Grund aktiver Hochwasserschutz betrieben werden müsse. Die Gemeinden Ensdorf und Schwalbach hätten schnell reagiert und ihre Hochwasserschutzkonzepte gut miteinander abgestimmt. Der Bau weiterer Kleinrückhaltebecken in Bereichen des Lochbachs in Hülzweiler würde in den nächsten Jahren folgen. Ihm sei bewusst, dass für solche notwendigen Maßnahmen Finanzbedarf bei den Gemeinden bestünde. Er dankte den Mitarbeitern der Gemeinde Ensdorf, Planern und bauausführenden Firmen für ihr Engagement sowie den Mitgliedern des Gemeinderates für ihren Beschluss, dieses Rückhaltebecken bauen zu lassen.






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