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Aktueller Stand der Rückbaumaßnahmen am Kraftwerksstandort Ensdorf Informationsplattform freigeschaltet

Kraftwerk mit Schafswiese2 - gs

Nach den Stilllegungsbeschlüssen der VSE AG Saarbrücken für das Kraftwerk Ensdorf sind in der Zeit danach weitreichende und umfangreiche Voruntersuchungen zu einem möglichen Rückbau durchgeführt worden, u.a. Bauschadstofferkundungen, umwelttechnische Erkundungen zu Boden und Wasser, Rückbau- und Entsorgungskonzepte etc. Nach der Festlegung der Randbedingungen für den Rückbau durch das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz LUA hat die VSE nach einem Bieterwettbewerb den Rückbauauftrag an den Generalunternehmer Arcadis Deutschland vergeben.


Der Rückbauauftrag umfasst zwei Gewerke: Ingenieurplanung Rückbau mit Bauüberwachung und den operativen Rückbau, der von der Firma Johannes Landwehr als Rückbau-Unternehmen durchgeführt wird. Landwehr verfügt über jahrelange, einschlägige Erfahrung und hat in der nahen Vergangenheit mehrere Gigawatt an Kraftwerksleistung in Deutschland zurückgebaut.


Nachdem die Baustelle zu Beginn des Jahres eingerichtet worden ist, hat der operative Rückbau am 1. Februar 2023 begonnen. Erste Rückbaumaßnahme war dabei das NH3-Lager, das mittlerweile abgerissen ist und somit die Bauarbeiten auf der Südfläche („Wolfspeed“) nicht mehr behindert. Derzeit werden mit großen Kränen die Rauchgasreinigungsanlagen (Rauchgasentschwefelungsund -entstickungsanlage) des Blockes 3 selektiv zurückgebaut.


VSE hat unmittelbar nach Rückbaubeginn Informations- und  Abstimmungsgespräche mit TÖB (Trägern öffentlicher Belange, LUA, Gemeinde, Natur- und Artenschutz, Feuerwehr) und den Projektsteuerern der anderen Entwicklungsprojekte am Standort Ensdorf, nämlich Entwicklung Südfläche, Erweiterung Freiluftschaltanlage Amprion, Straßen-Neubaumaßnahmen Anschluss B 269n, geführt, um einen transparenten Informationsaustausch und eine wünschenswerte Koordination zu gewährleisten.


Der derzeit aktuelle Rückbau-Zeitplan sieht das Ende des Rückbaues für das 1. Quartal 2025 vor. Dieser Zeitplan enthält Meilensteine insbesondere für die kritischen und umfangreichen Teil-Rückbau Abschnitte: Der Rückbau NH3-Lager ist bereits abgeschlossen, weitere Abschnitte sind Schadstoffentfrachtung Kessel- und Maschinenhäuser, Schadstoffentfrachtung Rauchgasreinigungsanlagen, Konventioneller Rückbau Block 1 bis 3. Derzeit sieht der Zeitplan die sprengtechnische Niederlegung von Kaminen und Kühlturm vor, die endgültige Rückbaustrategie wird nach Vorliegen aller bauphysikalischen Voruntersuchungen und Abstimmungsgesprächen mit dem LUA und den Behörden festgelegt. Rückbau mit maximalem Aufwand, um Emissionen zu reduzieren. Der Rückbau der Kraftwerksanlagen erfolgt mit einer selektiven Strategie, d.h.: kein „Tabula-RasaVorgehen“, sondern sorgfältig geplantes Rückbauen von Teil-Anlagen und deren Entsorgung, um große Abfallhaufwerke zu vermeiden und die Baustelle in einem geordneten Zustand zu halten, bevor neue Anlagenabschnitte bearbeitet werden. Das führt auch zu einer Minimierung der Lärm- und Staubemissionen und zur Reduktion des Gefahrenpotentials. Auf die Reduzierung des Gefahrenpotentials zahlt auch die Präferenz für einen maschinengestützten Rückbau zur weitestgehenden Vermeidung manueller Arbeiten ein. Die Abfall- und Schadstoffentsorgung erfolgt vorwiegend über ortsansässige Unternehmen. So werden recycelfähige Materialien wie Metallschrotte etc. z.T. direkt im Saarland verwertet, was zur Vermeidung transportbedingter Kosten und Umweltbelastungen führt


VSE wird über den Rückbau kontinuierlich informieren und hat dazu eine Landing-Page unter vse.de/ensdorf eingerichtet. Dort besteht auch die Möglichkeit, über ein Kontaktformular mit der VSE/Arcadis in Kontakt zu treten

KW Ensdorf VSE Kühlturm 1 03.2023
kw_ensdorf_vse_kuehlturm_2_03.2023 (1)
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