Errichtung eines Containerdorfs für Flüchtlinge auf dem Gelände des ehemaligen Bergwerks Ensdorf
Im Saarland sind bisher fast 13.000 Geflüchtete aus der Ukraine aufgenommen worden und der Zustrom aus weiteren Ländern steigt an. Die Anzahl der aufgenommenen Menschen in diesem Jahr ist bereits jetzt höher als im gesamten Jahr 2015 und die Kapazitäten der Landesaufnahmestelle in Lebach inzwischen gänzlich erschöpft. Da die Aufnahmefähigkeit für Flüchtlinge in vielen Kommunen inzwischen erschöpft sind, suchte das Ministerium für Inneres, Bauen und Sport nach weiteren Unterkunftsmöglichkeiten. Neben der Unterbringung von Geflüchteten in Hotels hat sich das Land in Abstimmung mit der RAG für die zusätzliche Errichtung eines Containerdorfs mit einer Fläche von rund 7000 qm auf dem
RAG Gelände in Ensdorf entschieden. Die Gemeinde wurde frühzeitig in diese Überlegungen eingeweiht. In einem gemeinsamen Gespräch mit Spitzenvertretern des Innenministeriums, den im Gemeinderat vertretenen Fraktionsvorsitzenden und Bürgermeister Jörg Wilhelmy wurden im Vorfeld folgende Rahmenbedingungen für die geplante Errichtung des Containerdorfs festgehalten:
- Das Containerdorf wird für maximal 300 Geflüchtete und für 1 Jahr errichtet. Neben den Wohn- und Sanitärcontainern befinden sich Zelthallen für die Versorgung und Betreuung sowie Container für Verwaltungs- und Sicherheitspersonal vor Ort. Das Sicherheitspersonal wird rund um die Uhr eingesetzt.
- Sämtliche Kosten übernimmt das Land, welches auch Betreiber der Unterkunft ist.
- Flüchtlinge mit sogenannter guter Bleibeperspektive sollen für 6-8 Wochen im Containerdorf untergebracht werden, bevor sie an saarländische Kommunen weiterverteilt werden.
- Das Containerdorf wird der Weiterentwicklung des RAG Geländes nicht im Wege stehen.
- Das Betreuungskonzept wird durch das Land sichergestellt.