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Parkplatzsituation vor der Bäckerei Europa im Ort

Parksituation

An der Verkehrssituation vor der Bäckerei Europa im Ort scheiden sich die Geister – Fahrradfahrer, die sich durch parkende Autos auf dem Fahrradschutzstreifen behindert fühlen und Kunden, die den kurzen Weg in die Bäckerei suchen und ihr Auto - sogar manchmal gegen die Fahrtrichtung - auf dem Schutzstreifen abstellen. Auch für Mütter mit Kinderwagen, Menschen mit Rollatoren oder unsere Kinder ist die Situation auf dem Bürgersteig gefährlich. Zu den üblichen Stoßzeiten ist es vor der Bäckerei sehr unübersichtlich. Teilweise werden auch die Anwohner in diesem Bereich durch zugeparkte Wege oder Ausfahrten beeinträchtigt – Unmut je nach Perspektive ist gegeben. Die Problematik hat in den vergangenen Monaten Verwaltung und Rat bereits mehrfach beschäftigt – zuletzt war ein Antrag der CDU-Fraktion Gegenstand der Beratungen im Gemeinderat. Zur Historie: Der Fahrradschutzstreifen wurde im April 2020 auf einer Länge vom Kreisel am Schwalbacher Berg durchgängig bis Höhe Möbel Martin aufgebracht. Dafür wurden Kosten von rund 83.000 € aufgewandt. Ca. 42.000 € hat die Gemeinde von Bund und Land dafür als Zuschüsse erhalten. Üblicherweise ist es Auflage der Zuschussgeber, dass der Zuschussempfänger eine Zweckbindung garantiert.

Welche Vorschläge liegen nunmehr auf dem Tisch?

Diskutiert werden ein Rückbau des Fahrradschutzstreifens – zumindestens aber eine Unterbrechung auf dem Abschnitt zwischen Ausfahrt Kreisel in Richtung Bous bis Höhe Güterbahnhofstraße bei gleichzeitiger Lenkung des Fahrradverkehrs durch den verkehrsberuhigten Teil der Nussgartenstraße. Möglich wäre auch eine Poller-Lösung im unmittelbaren Bereich vor der Bäckerei genauso wie tägliche Kontrollen durch das Ordnungsamt. Ebenfalls vorgeschlagen ist die Prüfung der Anlegung einer Parkbucht im dortigen Bereich. Alle Vorschläge haben neben Vorteilen allerdings auch Nachteile, sei es, dass eine Rückzahlung von Zuschüssen im Raum steht oder die Belange der Fahrradfahrer oder Fußgänger hinten angestellt zu sein scheinen, falsch parkende Fahrzeughalter eine Ordnungswidrigkeit erhalten oder optisch der Eindruck entstehen könnte, Kunden wären nicht erwünscht. Alle Akteure sind bei ihren Überlegungen davon geleitet, keine geschäftsschädigende Maßnahme zu treffen. Ich glaube sagen zu können, dass es DIE Lösung in dieser Frage nicht gibt. Oder doch? 

Liebe Ensdorferinnen, liebe Ensdorfer,

wie geschildert machen sich sowohl Verwaltung als auch Gemeinderat Gedanken, die Situation zu entschärfen – aber wir benötigen dafür Ihre Mithilfe. Würden sich alle an die Vorgaben der Straßenverkehrsordnung halten, wäre die Situation einfacher. Ist es wirklich nicht zumutbar, den etwas weiter weggelegenen aber vorhandenen Parkstreifen auf dieser wie auf der direkt gegenüberliegenden Seite zu nutzen und einige Meter zu Fuß zurückzulegen? Bei allem verständlichem Wunsch, mehr oder weniger bis in die Backstube zu fahren, gilt nach wie vor das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme im Straßenverkehr. 

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