Wildschweine - ungebetene Besucher
Durch eine hohe Reproduktionsrate von 400% kommen Wildschweine inzwischen flächendeckend in ganz Deutschland vor. Sie besiedeln nicht nur Wald und Feld, sondern dringen immer mehr in besiedelte Bereiche vor, was dann in der Folge zu dem Problem führt, dass sie Grünflächen auf der Suche nach tierischem Eiweiß in Form von Würmern und Engerlingen, regelrecht umpflügen, so auch in Ensdorf. Neben den aktuellen Problemen auf öffentlichen Flächen im Ensdorfer Sportzentrum, Park oder auf der Landewiese der Gleitschirmflieger, gibt es auch massive Schäden an privaten Grundstücken. Früher im Bereich der Tiefenbachstraße, was durch partielle Einzäunung verbessert wurde, aktuell an der Vier-Männer-Wohnung oder im Bereich vom Altenheim. Da Wildschweine laut Gesetz "herrenlos" sind, kann niemand für den entstandenen Schaden haftbar gemacht werden. Abhilfe schafft nur eine massive Einzäunung und eine Reduktion der Wildschweinbestände durch die Jagd, was auch einem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest vorbeugt. Allerdings ist in Wohngebieten die Jagd auf Wildschweine nicht zulässig, in „befriedeten“ Bezirken ruht aus Sicherheitsgründen die Jagd. Vom saarländischen Umweltministerium und SaarForst gibt es eine Broschüre "Wildtiere in besiedelten Bereichen" mit Tipps zum Umgang und zur Gestaltung einer wildschweinsicheren Umzäunung. Die Broschüre ist bei der Umweltbeauftragten Frau Blaes in Zimmer Nr. 306 des Ensdorfer Rathauses bzw. per Mailanfrage an ablaes@gemeinde-ensdorf.de erhältlich.