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Baustelle Saarlouiser Straße

Die Baustelle in der Saarlouiser Straße hat in den vergangenen Monaten für viel Gesprächsstoff gesorgt. Das kann der Bürgermeister sehr gut verstehen. Immer wieder wurde gefragt, wann es denn nun endlich (richtig) losgeht. Es gab Hoffnungen, dass die Arbeiten beginnen können – und ebenso oft mussten diese Hoffnungen wieder enttäuscht werden. Dass darüber Unverständnis und auch Ärger entstanden sind, ist absolut nachvollziehbar.

Auch für uns als Gemeinde war und ist die Situation alles andere als zufriedenstellend. Eine Baustelle, die über einen längeren Zeitraum ruht - noch dazu, wenn sie mit einer derart massiven Verkehrsbehinderung einhergeht - ist für Anwohnerinnen und Anwohner, für Verkehrsteilnehmende und natürlich auch für die Verantwortlichen vor Ort keine gute Situation – selbst wenn man die damit einhergehenden finanziellen Folgen außer Acht ließe.

Umso wichtiger ist mir an dieser Stelle eine klare Einordnung:

Die Probleme und Verzögerungen waren nicht vorhersehbar. Bereits zu Beginn der Maßnahme wurden im Rahmen planmäßiger Suchgräben mehrere Abweichungen zwischen den vor Ort tatsächlich vorhandenen und den in den Bestandsunterlagen dokumentierten Leitungsverläufen festgestellt. Auch wurden Leitungen gefunden, die auf den Bestandsunterlagen nicht verzeichnet waren bzw. keinem Versorgungsträger zugeordnet werden konnten. Die dadurch entstandenen Konflikte machten eine Umsetzung der ursprünglichen Planung nicht möglich. Der Standort des Bauwerks musste daher angepasst und die Planung entsprechend überarbeitet werden. Auch am neuen Standort wurden Abweichungen bei bestehenden Ver- und Entsorgungsleitungen festgestellt. Dies erforderte weitere Anpassungen der Planung und zusätzliche Leitungsumverlegungen.

Darüber hinaus wurden bei den Untersuchungen vor Ort unerwartete Baugrundverhältnisse festgestellt, die in dieser Form aufgrund des vorliegenden Gutachtens nicht zu erwarten waren. Hieraus ergaben sich erneut zusätzliche Anforderungen an die Sicherung und Verbesserung des Baugrunds, die ebenfalls eine Anpassung der Planung erforderlich machten.

Vor diesem Hintergrund haben wir uns zunächst bewusst dagegen entschieden, die Baustelle einfach zu öffnen und damit möglicherweise Tatsachen zu schaffen, die später zu zusätzlichen Problemen, Verzögerungen oder Kosten geführt hätten. Das war sicherlich für viele von außen schwer nachzuvollziehen.

Er weiß, dass diese Erklärung den Ärger nicht einfach verschwinden lässt. Aber ich möchte um Verständnis dafür werben, dass manche Dinge auf einer Baustelle nicht so laufen, wie man es sich ursprünglich vorgestellt hat – insbesondere dann, wenn die Realität vor Ort von den Planungen abweicht.

Mir ist wichtig, dass bei aller berechtigten Kritik differenziert wird:

Die Verwaltung beauftragt die Maßnahmen an Ingenieursbüros und Tiefbaufirmen, begleitet die Projekte in ihrer Funktion als Bauherrin und setzt sich stets für eine möglichst zügige Umsetzung ein – und oft steht die Verwaltung dabei selbst immer wieder vor Situationen, die sie nicht unmittelbar beeinflussen kann. Nicht immer ist die Gemeinde der Verursacher der Verzögerungen, wenngleich sie gern –und vielleicht auch naheliegend- dafür verantwortlich gemacht wird.

Umso mehr bin ich froh, dass nun vor einigen Tagen endlich mit den Arbeiten begonnen wurde und man als Auftraggeber auch den Eindruck haben durfte, dass die Baustelle offenbleibt (insofern äußere ich mich auch erst zum gegenwärtigen Zeitpunkt).

Jetzt zählt vor allem, dass die Arbeiten ordentlich vorankommen – aber es kann einfach vor dem Hintergrund von immer wieder neuen Gegebenheiten keine Garantie gegeben werden.

Er hofft daher, dass wir gemeinsam schnellstmöglich auf eine fertige Saarlouiser Straße schauen können – und die vergangenen Monate dann hoffentlich schnell vergessen sind, ohne dabei auszublenden, dass im Anschluss bereits weitere verkehrliche Herausforderungen absehbar sind.

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