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Der Hasenberg unter Denkmalschutz - Ein besonderer Ort der Geschichte, des Glaubens und der Gemeinschaft

Der Hasenberg ist für viele Ensdorferinnen und Ensdorfer ein Ort von ganz besonderer Bedeutung. Bereits vor einigen Jahren hatte das Bistum Trier die Initiative ergriffen und angeregt, das Areal unter Denkmalschutz zu stellen. Aufgrund der angespannten Personalsituation beim Landesdenkmalamt ist das Verfahren in Vergessenheit geraten. So hat es deutlich mehr Zeit in Anspruch genommen, sodass das Ergebnis nun erst offiziell vorliegt:

Das Landesdenkmalamt des Saarlandes hat die Gedenk- und Marienwallfahrtsstätte als Kulturdenkmal eingestuft und ihre Aufnahme in die Denkmalliste des Saarlandes eingeleitet. Die Idee zur Errichtung einer Muttergotteskapelle auf dem Hasenberg entstand bereits 1948. Aus Dankbarkeit über die glückliche Heimkehr vieler Ensdorfer Soldaten und zugleich als Gedenkstätte für die Gefallenen und Vermissten des Zweiten Weltkriegs sollte ein Ort der Andacht und des Friedens geschaffen werden. Initiator war Kaplan Stephan Lorenz. Nach seinem frühen Tod führte Pfarrer Josef Goergen das Vorhaben weiter und setzte sich mit großem Engagement für die Umsetzung ein. Als Standort wurde bewusst der Hasenberg gewählt – ein Gelände, das im Krieg von Bunkern und Schützengräben geprägt war. Gerade dieser Ort hat sich für die Umwandlung von einem ehemaligen militärischen Stützpunkt zu einem Zeichen des Friedens angeboten. Der erste Spatenstich erfolgte am 15. August 1954 im Rahmen einer großen Prozession. Zahlreiche Ensdorferinnen und Ensdorfer beteiligten sich unentgeltlich an den Arbeiten. Grundstücke wurden gespendet oder verkauft, Firmen stellten Material und Arbeitskräfte zur Verfügung. Bereits 1956 konnte die Kapelle feierlich eingeweiht werden. Der Hasenberg ist damit auch ein eindrucksvolles Zeugnis des außergewöhnlichen Gemeinschaftssinns in Ensdorf. Im Zuge des von Papst Pius XII. ausgerufenen Marianischen Jahres 1953/54 entwickelte sich der Hasenberg rasch zu einer bedeutenden Marienwallfahrtsstätte. Kreuzweg, Rosenkranzweg, Lourdes- und Fatimaplatz sowie zahlreiche künstlerisch gestaltete Andachtsorte prägen bis heute die weitläufige Anlage. Ebenfalls hervorzuheben sind bedeutende Kunstwerke der 1950er Jahre - unter anderem von Albert Zapp, Heinrich Kirchner, Oswald Hiery und weiteren namhaften Künstlern aus dem Saarland. Das Landesdenkmalamt würdigt den Hasenberg als einzigartiges Ensemble aus religiöser Architektur, Landschaftsgestaltung, moderner Nachkriegskunst und regionaler Geschichte. Die Anlage steht beispielhaft für den geistigen, gesellschaftlichen und kulturellen Neubeginn nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie verbindet Gedenken, Glauben, Kunst und bergmännische Tradition und ist zugleich Ausdruck der Volksfrömmigkeit der 1950er Jahre im Saarland. Mit der Unterschutzstellung wird der Hasenberg als identitätsstiftender Ort für Ensdorf dauerhaft bewahrt – für heutige wie für kommende Generationen.


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