Sprungziele
Inhalt

Flamme der Hoffnung - Fackelübergabe der Special Olympics an den Landkreis Saarlouis

Fackeltag 2026

Noch bis zum 20.06.2026 finden die Special Olympics Nationalen Spiele im Saarland statt. Rund 4.500 Athletinnen und Athleten gehen in 27 Sportarten an den Start. Die Veranstaltung erinnert daran, dass Inklusion keine einmalige Aktion und kein kurzfristiges Projekt ist. Sie ist eine Haltung. Sie bedeutet, Menschen nicht nach ihren Einschränkungen, ihrer Herkunft oder ihren Unterschieden zu beurteilen, sondern nach ihren Fähigkeiten, ihren Stärken und ihrer Persönlichkeit. Niemand darf ausgegrenzt werden.

Der Besuch der Flamme der Special Olympics im Landkreis Saarlouis, speziell auch bei uns in Ensdorf, war deshalb weit mehr als nur der Start einer Sportveranstaltung. Sie war ein sichtbares Zeichen für Zusammenhalt, Respekt und gelebte Inklusion. Als Saarland dürfen wir stolz darauf sein, Gastgeber einer Veranstaltung zu sein, die genau diese Werte in den Mittelpunkt stellt.

Vor der offiziellen Eröffnung der Spiele letzten Montag im Ludwigsparkstadion führte der Fackel-Staffellauf durch alle fünf Landkreise des Saarlandes und machte die Idee der Special Olympics für viele Menschen unmittelbar erlebbar. Die Flamme symbolisiert die Werte, für die die Special Olympics stehen: Mut, Leistung, Teilhabe und die Überzeugung, dass jeder Mensch seinen festen Platz in unserer Gesellschaft hat – und genau diese Botschaft spiegelte sich in den zahlreichen Aktionen des Tages wider. Ein besonderer Moment bei der Eröffnungsfeier aus Ensdorfer Sicht: Die Athletensprecherin der Special Olympics, Hanna Hohe, stammt aus Ensdorf. Sie durfte bei der offiziellen Eröffnung im Ludwigsparkstadion das Feuer entzünden.

Fackeltag 2026

Den spektakulären Auftakt bei uns im Landkreis Saarlouis bildete die Punktlandung des Fallschirmspringers auf dem Plateau vor dem Saarpolygon. Die symbolische Übergabe der Fackel erfolgte in Form einer Grubenlampe und stellte damit einen besonderen Bezug zur Bergbaugeschichte unserer Gemeinde her. Bedauerlicherweise konnten die geplanten Flüge der Gleitschirmflieger aufgrund der Wetterlage und der damit verbundenen Sicherheitsanforderungen nicht stattfinden. Die Sicherheit aller Beteiligten hat stets oberste Priorität. Dennoch waren die Gleitschirmflieger zahlreich auf dem Haldenplateau vertreten und begeisterten die Besucherinnen und Besucher mit einer eindrucksvollen Groundhandling-Show (sichere Beherrschung der Schirme am Boden – die Grundlage für kontrollierte Starts, präzise Flugmanöver und ein sicheres Fluggefühl). Wie ursprünglich vorgesehen wurde die Fackel an die Gleitschirmfliegerin Frau Luxenburger weitergereicht – danach durfte ich die Fackel mit der Flamme der Hoffnung dann sicher gemeinsam mit den Kindern der Waldschule Saarwellingen in Begleitung von Innenminister Reinhold Jost, Umweltministerin Petra Berg, Landrat Patrik Lauer und einigen Landtagsabgeordneten zur Festmeile ins Sportzentrum tragen.

Während zahlreiche Schülerinnen und Schüler auf dem Haldenplateau gespannt die Ankunft des Fallschirmspringers verfolgt hatten, herrschte rund um unser Sportzentrum beim großen Mitmachfest bereits reges Treiben. Zahlreiche Vereine, Institutionen und Organisationen präsentierten sich mit Informationsständen und vielfältigen Mitmachangeboten. Für besondere Momente sorgten der Kneipp-Verein und die AWO mit einem schwungvollen Flashmob zur Begrüßung der Fackel sowie einer anschließenden Darbietung mit dem Schwungtuch. Auch die Kinder der Waldschule Saarwellingen begeisterten mit einem mitreißenden Tanz. Mit dem Fackellauf auf der Mitmachmeile entstand eine einzigartige Atmosphäre, die das Fest zu einem unvergesslichen Erlebnis machte und für beste Stimmung bei allen Beteiligten sorgte.

Fackeltag 2026

Ein schönes Zeichen setzte auch unsere Integrationsbeauftragte Oksana Riffa mit ihrer Mitmachaktion für Kinder. Auf einer Leinwand konnten die jungen Besucherinnen und Besucher ihre bunten Fingerabdrücke hinterlassen. So entstand Stück für Stück ein farbenfrohes Gemeinschaftsbild. Jeder einzelne Fingerabdruck war anders, doch erst gemeinsam ergab sich das vollständige Kunstwerk. Treffender lässt sich die Idee von Inklusion kaum darstellen: Jeder Mensch ist einzigartig, jeder bringt seine eigenen Stärken mit – und erst die Vielfalt macht eine Gemeinschaft stark.

Beim Drachenbootrennen am Nachmittag auf der Saar saßen viele Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Vereinen, Institutionen oder Schulen – auch hier wurde deutlich, dass Teamgeist, gegenseitige Unterstützung und Fairness die eigentlichen Gewinner dieser Veranstaltung sind. Entlang des Leinpfades sorgte das „Team Ensdorf“ gemeinsam mit vielen weiteren Helferinnen und Helfern sowie zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauern für ordentlich Rückenwind für die Drachenbootmannschaften – ein eindrucksvoller Auftritt, der große Anerkennung fand.

Mein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten, die zum Gelingen dieses großartigen Ereignisses bei uns im Landkreis beigetragen haben: den Vereinen, Hilfsorganisationen, Verbänden, Sponsoren, Seniorenheimen, den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltungen des Landkreises, der Städte und Gemeinden, den Sicherheits- und Rettungskräften sowie allen Besucherinnen und Besuchern. Sie alle hätten es verdient gehabt, medial stärker in den Blickpunkt genommen zu werden.

Der Landkreis Saarlouis und die Gemeinde Ensdorf haben an diesem Tag eindrucksvoll gezeigt: Gemeinsam sind wir stärker – und Inklusion gelingt dort, wo Menschen einander mit Offenheit, Respekt und Herz begegnen.

nach oben zurück