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26.06.2025

Goodbye Wolfspeed

Goodbye Wolfsspeed © ZF/Wolfspeed

Sie werden es den Medien entnommen haben – Wolfspeed ist  insolvent.
Bereits im Oktober 2024 mehrten sich die Anzeichen, dass das ambitionierte Projekt auf dem ehemaligen Kraftwerksgelände ins Wanken geraten war (ich berichtete darüber an dieser Stelle). Nun ist es traurige Gewissheit: Die geplante Chipfabrik wird nicht gebaut. Für unsere Region ist das eine herbe Enttäuschung. Mit dem Projekt waren große Hoffnungen verbunden – auf neue, hochqualifizierte Arbeitsplätze, auf einen innovativen Industriestandort im Herzen des Saarlandes, auf wirtschaftlichen Aufschwung und einen bedeutenden Beitrag zur technologischen Souveränität Europas. Ca. 600 Arbeitsplätze sollten entstehen, viele weitere in Zulieferbetrieben und im regionalen Dienstleistungssektor. Auch für die junge Generation hätte die Chipfabrik Perspektiven geboten: Ausbildungsplätze, Fachkräftebedarf, ein attraktives Arbeitsumfeld mit Entwicklungsmöglichkeiten. Diese aktuelle Entwicklung trifft somit viele Menschen in unserer Region, die auf einen Neustart auf dem Kraftwerksgelände gehofft hatten – das nach dem Rückzug aus der Kohle eine neue Nutzung dringend nötig hat. Was bleibt ist nun die Aufgabe, die Weichen neu zu stellen. Die hervorragende Infrastruktur, die strategisch günstige Lage und die politischen wie wirtschaftlichen Bemühungen um Strukturwandel sind nach wie vor vorhanden. Wir müssen alles daransetzen, dass sich dort neue Unternehmen ansiedeln, die nachhaltige Arbeitsplätze schaffen. Die Wolfspeed-Insolvenz ist ein Rückschlag, keine Frage. Aber sie ist nicht das Ende der Entwicklung auf dem Kraftwerksgelände. Die Herausforderungen durch die konjunkturelle Lage und die schwierigen Märkte sind groß, aber sie bieten auch Chancen. Bürgermeister Jörg Wilhelmy hofft sehr, dass nach der endgültigen Räumung der Trümmer mit der Nordfläche die Revitalisierung des Geländes gelingt und Flächen für mittelständische Unternehmen schnell bereitgestellt werden – ich glaube jedenfalls nach wie vor an den vielversprechenden Standort des ehemaligen Kraftwerksgeländes.

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