Grundsteinlegung für das neue EVS-Bio-Massezentrum in Velsen
Erinnern Sie sich noch? Auch die Gemeinde Ensdorf war im Rahmen der Planungen als möglicher Standort im Gespräch – damals - auf dem Gelände des ehemaligen Kraftwerks. Heute zeigt sich jedoch, dass der nun gewählte Standort in Velsen mit seiner bestehenden Abfallverwertungsanlage (AVA) ideale Voraussetzungen bietet. Hier können künftig wichtige Synergien zwischen der AVA und dem neuen Bio-Massezentrum genutzt werden, die für einen effizienten Betrieb und eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft von großem Vorteil sind. Dieser Tage habe ich als Mitglied der Verbandsversammlung des Entsorgungsverbandes Saar (EVS) an der Grundsteinlegung für das neue Bio-Massezentrum in Velsen teilgenommen. Mit diesem Projekt wird ein bedeutender Schritt für die Weiterentwicklung der Kreislaufwirtschaft im Saarland getan. Künftig werden dort jährlich rund 55.000 Tonnen Biogut und 5.000 Tonnen Grüngut verarbeitet. Daraus entstehen 13.000 Tonnen gütegesicherter Fertigkompost für Landwirtschaft und Gartenbau sowie rund 4 Millionen Kubikmeter Biogas in Erdgasqualität, die direkt ins Gasnetz eingespeist werden können. Durch die energetische Nutzung des Biogases werden jährlich rund 12.000 Tonnen CO₂ eingespart – ein eindrucksvoller Beitrag zum Klimaschutz. Mit einer Investitionssumme von rund 50 Millionen Euro setzt der EVS ein starkes Zeichen für Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit. Die Inbetriebnahme ist für 2027 geplant. Damit schaffen wir nicht nur eine moderne Anlage zur Verwertung von Bio- und Grüngut, sondern stärken zugleich die regionale Wertschöpfung und reduzieren unnötige Transportwege. Das neue Bio-Massezentrum ist ein klares Beispiel dafür, wie wir im Saarland gemeinsam Verantwortung für Umwelt- und Klimaschutz übernehmen und unseren Bürgerinnen und Bürgern eine verlässliche, ressourcenschonende Infrastruktur bereitstellen.