SSGT - Kommunale Zusammenarbeit der Bäder im Saarland
Die kommunalen Bäderbetreiber im Saarland haben ihre Zusammenarbeit weiter ausgebaut und innerhalb des Saarländischen Städte- und Gemeindetages (SSGT) eine neue Arbeitsgemeinschaft gegründet. Ziel der Initiative ist es, den regelmäßigen Austausch zu fördern und gemeinsame Lösungen für die vielfältigen Herausforderungen im Bäderbetrieb zu entwickeln. Im Mittelpunkt stehen dabei Themen wie die Sanierung und Modernisierung der Bäder, steigende Betriebs- und Energiekosten, Fachkräftemangel sowie die Sicherstellung ausreichender Wasserflächen für Schwimmunterricht und Vereinssport. Die Arbeitsgemeinschaft soll zudem die Interessen der kommunalen Badbetreiber gegenüber Land und Bund bündeln und vertreten. Durch die engere Zusammenarbeit wollen die beteiligten Kommunen Synergien nutzen und die Zukunftsfähigkeit der saarländischen Bäderlandschaft stärken. Auch wir als Gemeinde sind Mitglied dieser neuen Arbeitsgemeinschaft und bringen uns aktiv in den gemeinsamen Erfahrungsaustausch ein. Die Gründung unterstreicht die Bedeutung der kommunalen Bäder als wichtige Einrichtung für Sport, Gesundheit, Bildung und Freizeit im Saarland.
Im Zusammenhang mit der Zukunftsfähigkeit der kommunalen Bäder spielen auch die Mittel aus dem Infrastruktur-Sondervermögen eine entscheidende Rolle. Für dieses Programm hat die saarländische Landesregierung insgesamt 113 Millionen Euro für die Sanierung und den Neubau kommunaler Schwimmbäder zur Verfügung gestellt. Allerdings zeigen die gemeldeten Zahlen der Kommunen, dass im Saarland ein Finanzbedarf vorliegt, der etwa das 2,5-fache dieser Mittel beträgt. Eine flächendeckende Förderung für alle Bäder wird daher nicht möglich sein – es wird keine „Gießkanne“ geben, die alle Projekte gleichermaßen berücksichtigen wird. Die Auswahl der förderfähigen Maßnahmen soll gerecht und zielgerichtet erfolgen, sodass die Mittel dort eingesetzt werden, wo sie die größte Wirkung entfalten. In den kommenden Wochen wird eine Arbeitskommission des Saarländischen Städte- und Gemeindetages ihre Ergebnisse vorstellen und Empfehlungen geben, nach welchen Maßstäben die Mittel verteilt werden könnten. Die endgültige Zuweisung von Mitteln erfolgt allerdings durch das Ministerium für Inneres, Bauen und Sport. Damit entsteht eine wichtige Orientierungshilfe für die Räte in den Kommunen, die letztlich die zukunftsweisenden Entscheidungen zur Existenz der Bäder zu treffen haben.